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Engagement für Umwelt und Gesellschaft

Kehrichtverwertungsanlagen (KVA) können mit geeigneten Technologien zur Reduktion der gesamtschweizerischen Treibhausgasemissionen und damit zum Klimaschutz beitragen. 
Die KEZO leitet bzw. unterstützt verschiedene Projekte, die diese Ziele verfolgen.

Fernwärme

Der Zweckverband Kehrichtverwertung Zürcher Oberland (KEZO) verwertet Abfälle thermisch und gewinnt dabei Energie in Form von Strom und Wärme. Für diese Energie gibt es verschiedene Absatzkanäle. Zum einen beliefert die KEZO das Fernwärmenetz Hinwil und Wetzikon mit Wärme zum andern wird die elektrische Energie ins Stromnetz eingespeist. Mit der verbleibenden Abwärme werden die benachbarten Gewächshäuser beheizt. 

Nachhaltiges Heizen mit Fernwärme aus der Region
Die KEZO wird ihre Fernwärme-Produktion in den nächsten Jahren markant erhöhen. Spezialisierte Energieunternehmen werden mehrere Gemeinden in der Region mit dieser CO2-neutralen Wärme erschliessen.

Die Fernwärme Wetzikon AG startet Ende 2024 mit dem Bau einer Transportleitung 
Im Juli 2024 wurde eine wichtige Weiche für die künftige Wärmeversorgung von Wetzikon gestellt. Der Zweckverband Kehrichtverwertung Züricher Oberland (KEZO) und die Fernwärme Wetzikon AG unterzeichneten Verträge für die Lieferung von Fernwärme über die nächsten 50 Jahre. Ziel ist es, in Zukunft einen Grossteil der Stadt Wetzikon mit CO2-neutraler Wärme aus dem Abfallverwertungsprozess der KEZO zu versorgen. Die Wertschöpfung bleibt damit in der Region, und die Abhängigkeit von ausländischen Energiequellen wird stark reduziert. 

Für den Bau und Betrieb des Wärmeverbunds Wetzikon ist die Fernwärme Wetzikon AG zuständig. Sie ist ein gemeinsames Unternehmen der Stadt Wetzikon und der Energie 360° AG und hat sich zum Ziel gesetzt, bis zu 50 % der Gebäude in Wetzikon mit regionaler Wärme zum Heizen und fürs Warmwasser zu versorgen. Quellen sind neben der KEZO auch die ARA. Der Baustart der Transportleitung von der KEZO nach Wetzikon ist bereits für Ende 2024 geplant, die erste Wärmelieferung ist für Oktober 2025 vorgesehen. Insgesamt plant die Fernwärme Wetzikon AG Investitionen von rund 150 Millionen Franken in den Wärmeverbund Wetzikon.

Die Versorgung von Liegenschaften in Wetzikon mit KEZO-Wärme ist gestartet 
Die Wärmeleitung von der KEZO nach Wetzikon ist erstellt und in Betrieb genommen. Ab Frühling 2026 startet der Netzbau in der nächsten Versorgungszone. Bis im Herbst 2026 sind Anschlüsse bis in den Raum Stadthaus geplant. 

Mehr zum Wärmeverbund Wetzikon: www.fernwaerme-wetzikon.ch

 

KEZO hat das Hinwiler Fernwärmenetz an Energie Zürichsee Linth AG übergeben
Die Energie Zürichsee Linth AG (EZL) mit Sitz in Rapperswil-Jona hat per 1. März 2024 das bestehende Hinwiler Fernwärmenetz von der KEZO übernommen. 


Projektabbruch «Fernwärme Rapperswil-Jona» 
Die Energie Zürichsee Linth AG entwickelte in enger Absprache mit der KEZO das Projekt «Fernwärme Rapperswil/Jona». Im Rahmen dieses Projekts sollten Rapperswil-Jona und allenfalls Teile von Rüti und Dürnten mit Fernwärme von der KEZO versorgt werden.

Nun hat die Energie Zürichsee Linth AG die KEZO darüber informiert, dass das Projekt «Fernwärme Rapperswil-Jona» aus wirtschaftlichen Gründen nicht zustande kommt. Die KEZO bedauert diesen Entscheid.

Die Absatzkanäle für die Energie, die aus der Verwertung von künftig 120'000 Tonnen Abfall pro Jahr entsteht, sind trotz des gestoppten Projekts gesichert. Die KEZO prüft im Rahmen des geplanten Ersatzneubaus weitere innovative Energieabsatzkanäle und Speichersysteme, um die Energie aus dem Verbrennungsprozess sinnvoll einzusetzen.

Das Fernwärmenetz Hinwil wird von der Energie Zürichsee Linth betrieben und mit Wärme aus der KEZO beliefert. Die geplanten Ausbauten an diesem Netz werden wie vorgesehen umgesetzt. 

Mehr zu den Fernwärmeprojekten der Energie Zürichsee Linth AG: www.ezl.ch/fernwaerme

 

 

HPC - Pilotanlage zur CO₂-Abscheidung

Zielsetzung und Motivation
In der Schweiz werden jährlich ca. 4 Mio. Tonnen Abfall thermisch verwertet. Pro Tonne Abfall wird rund eine Tonne Kohlendioxid (CO2) freigesetzt. Damit tragen Schweizer Kehrichtverwertungsanlagen (KVA’s) mit ca. 4% zum gesamten schweizerischen CO2-Ausstoss bei. Die Klimastrategie des Bundes sieht deshalb eine CO2-Abscheidung aus den Reingasen von KVA’s vor.

Die KVA-Betreiber haben sich im Rahmen einer Branchenvereinbarung zwischen dem VBSA und dem UVEK im Jahr 2022 verpflichtet, bis 2030 mindestens eine Grossanlage mit einer Abscheidekapazität von 100'000 t CO2 pro Jahr zu bauen und in Betrieb zu nehmen. Hinsichtlich Technologie kommen die beiden Absorptionsverfahren basierend auf Aminen (Aminwäsche) oder Kaliumcarbonat (HPC) in Frage. 

Das KEZO-Pilotprojekt hat zum Ziel, die Abscheidetechnologie «HPC» (Hot Potassium Carbonate) im Detail zu untersuchen, um die Datenbasis für eine optimierte Auslegung einer zukünftigen Grossanlage zu schaffen. Die Pilotanlage wird mit der Firma Sulzer entwickelt und in der KEZO-Bestandsanlage integriert.

PDF: CO2-Abscheidung in der Abfallwirtschaft / Das erste Schweizer HPC-Pilotprojekt

Kontakt:
Urs Dubs
Leiter Projekte und Innovation
+41 (0)44 938 31 06
urs.dubs(at)kezo.ch

 

CO₂-freie Gemüseproduktion Gebrüder Meier / Beerstecher AG

Nachhaltige Gemüseproduktion mit Abwärme aus der KVA. Die Kondensationsenergie des Abdampfes nach der Dampfturbine wird nicht mehr im Luftkondensator vernichtet, sondern wird in einem Dampfkondensator kondensiert. Der Dampfkondensator gibt die Kondensationsenergie einem Warmwasserkreislauf ab (ca. 45°C), mit dem das Gewächshaus beheizt wird. 

Mehr Information unter: https://gebruedermeier.ch/oekologie/fossilfreies-heizen / https://www.beerstecher.ch/